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DAS REICH UND DIE IMPERIALE IDEE

KURZDARSTELLUNG IN 18 THESEN VON BERNHARD SCHAUB

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Reich oder Imperium nennen wir die traditionelle politische Zusammenfassung europäischer Völker in hierarchischer Gliederung unter einer höchsten Autorität, dem Kaiser.

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Die römische Adelsrepublik wandelte sich unter Cäsar und Augustus zum übernationalen Imperium. Der Imperator war zugleich Pontifex maximus – oberster Priester.

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Das Reich gestattete nicht nur die Verehrung der italischen Nationalgötter, sondern auch aller anderen Gottheiten, verlangte aber zugleich die Verehrung der göttlichen Autorität des Kaisers als Zeichen der Treue zum Reich.

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Als Inspirator des Kaisers und Schutzgottheit des Reiches trat zunehmend der Sonnengott hervor: Sol Invictus (Helios aniketos), der Unbesiegte Sonnengeist, dessen Kult von Kaiser Aurelian zum Reichskult erhoben wurde.

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Als sich der judäochristliche Einfluss im Imperium Romanum von unten nach oben durchsetzte, identifizierte man den Galiläer durch Verfälschung und Usurpation mit dem Sonnengott. Die heidnische Restauration unter Kaiser Julian wusste die Kirche durch dessen Ermordung zu unterbinden.

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Die christliche Staatsreligion verhinderte zwar den Zusammenbruch Roms nicht. Die Führer der siegreichen germanischen Stämme, die vom 5. bis 8. Jahrhundert versuchten, die Reichsnachfolge an sich zu bringen, ließen sich aber trotzdem christianisieren, weil sie im Christentum wohl oder übel die Reichsreligion erblicken mussten. Außerdem verkörperte der Bischof von Rom als Nachfolger des Pontifex maximus die einzige übrig gebliebene Reichsautorität, und das Latein als Sprache der Kirche war das gültige Verständigungsmittel unter den Schriftkundigen Europas, die man zur Verwaltung brauchte.

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Um 800 gelang es endlich dem Frankenkönig Karl mit päpstlicher Hilfe, den Titel des römischen Kaisers zu übernehmen und in seiner neuen Würde auch weitgehende Anerkennung zu finden. Unter seiner Führung wurden weite Teile West- und Mitteleuropas politisch zusammengefasst. Unbotmäßige wurden zwangschristianisiert, der Katholizismus war Staatsreligion. Dieses Reich wurde nach einigen Metamorphosen schließlich Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation genannt und war die teils reale, teils ideelle europäische Ordnungsmacht.

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Zur altgermanischen Königsidee hatte – wie zur altrömischen Kaiseridee – die selbstverständliche Überzeugung gehört, dass der politische Führer zugleich die geistige Führung innehabe, also die Verbindung zu den Göttern herstelle. Das christliche Mittelalter trennte diese Einheit. Die Kirche entschied den Konkurrenzkampf zwischen Kaiser und Papst um die höchste Autorität im Abendland durch die Vernichtung der Hohenstaufen und des Templerordens für sich. Damit war auch die ghibellinische Gralsidee aus der Welt geschafft, und Europa glitt in die Säkularisierung aller weltlichen Bereiche ab: Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung, Kunst und Sport wurden zur entgötterten und geistleeren Betriebsamkeit. Die Kirche übt seither ihren Einfluss nur noch über den Kanal von Religion und Ethik aus.

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Unter dem Druck der napoleonischen Eroberungen legte 1806 Kaiser Franz II. die bereits als weitgehend anachronistisch empfundene römisch-deutsche Kaiserkrone nieder und erklärte das Reich für aufgelöst, ohne allerdings die staatsrechtliche Kompetenz zu dieser überstürzten Handlung zu besitzen.

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Der Versuch Napoleons, die imperiale römische Idee wiederaufleben zu lassen, endete schon 1815 in Waterloo. Die Renaissance des Römertums im revolutionären Frankreich scheiterte früh am seichten Atheismus ihrer Protagonisten. Schon Napoleon war gezwungen, den Klerus in seine Positionen wieder einzusetzen – eine Parallele zur italienisch-deutschen Renaissance zwischen 1922 und 1945, als Mussolini und Hitler ihre Konkordate mit der Kirche abschließen mussten, weil sie es noch nicht wagen konnten, ihr latentes Heidentum mit der Staatsräson zu verbinden.

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Die deutschen Fürsten als Gründer des sogenannten Zweiten Reiches von 1871 verstanden ihre Neukonstitution ausdrücklich als Fortführung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, dessen Organe durch Franz II. beseitigt worden waren. Die römisch-deutsche Kaisertradition reicht von Augustus bis zu Wilhelm II.

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Das Reich selbst bestand nach 1918 trotz der erzwungenen Abdankung Wilhelms weiter und ging selbst 1945 nicht unter. Die BRD ist lediglich ein Hilfskonstrukt der bis heute andauernden Feindbesetzung. Im Augenblick, wo die US-Truppen zum Abzug aus Deutschland und Europa gezwungen wären, könnten die deutschen Fürsten die Organe des Reiches wieder einsetzen und es damit handlungsfähig machen.

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Als wesentliches, wenn auch unbekanntes kulturgeschichtliches Faktum sei hier erwähnt, dass schon Kaiser Augustus (vgl. Sueton, Leben der Cäsaren) eine ähnliche innenpolitische Maßnahme ergriffen hat wie der letzte deutsche Reichskanzler: „Von großer Bedeutung war es seiner Ansicht nach, das Volk in seiner Reinheit und frei von jeder Blutsvermischung mit Angehörigen fremder Rassen oder Sklaven zu erhalten. Deshalb erteilte er nur sehr sparsam das römische Bürgerrecht und schränkte die Freilassungen ein… mit der Erklärung, dass er sich eher damit abfinden könne, wenn der Staatskasse etwas verloren gehe, als wenn die Ehre des römischen Bürgerrechts zum Allgemeingut werde.“ (Übersetzung von André Lambert, Zürich 1970).

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Der heute weltweit herrschende sozialistisch-kapitalistische Demokratismus, der die Rassen und Kulturen gezielt vermischt und damit vernichtet, fußt äußerlich gesehen auf der rationalistisch-materialistischen Aufklärung des 18. Jahrhunderts, die ihrerseits aus der (unter Punkt 8 geschilderten) Säkularisierung hervorging und damit eine Frucht des jüdisch inspirierten Katholizismus ist. Das gleichzeitig aufkommende Logenwesen gebar die Zivilreligion der „Menschenrechte“ und gab den Anstoß zur amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wie zum französischen Jakobinismus und zum russischen Bolschewismus. Die Generaltendenz heißt: Reduzierung des Menschseins auf seine biologischen Funktionen unter Ausschaltung aller höheren Kultur – nebst Etablierung jener Machtelite, der ein Gott im Alten Testament die Weltherrschaft verheißen hat. Zu diesem Zweck musste das römisch-deutsche Reich ausgeschaltet werden, dessen Gott trotz aller judäochristlichen Entstellung noch immer unverkennbare Züge des ewigen Sol Invictus erkennen ließ.

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Da man parallel dazu auch die Deutschen – trotz ihrer großen Philosophen – vom primitiven englischen Materialismus (Newton plus Darwin) überzeugen konnte, fehlt ihnen bis heute jeder Bezug zu spirituellen Gesichtspunkten, Vorbedingung jeder echten Kultur. Erst auf dieser Grundlage konnte die jüdische Weltherrschaft aufgebaut werden: Marx und Rothschild, Herzl, Freud und Einstein, schließlich die Frankfurter Schule.

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Angesichts des gegenwärtigen Schattenboxens rechter Parteien gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ ist daran zu erinnern, dass wir die Weltkriege nicht gegen den Islam oder die Araber verloren, sondern gegen eine ganz andere Volks- und Religionsgemeinschaft. Das heißt, dass wir die Islamisierung – wie weiland die Christianisierung – als Variante der Judaisierung zu betrachten haben, die freilich durch die gleichzeitige Rassenvermischung unumkehrbar zu werden droht.

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Unsere Aufgabe ist also die Reaktivierung des Reiches als eines gesamteuropäischen Imperiums in der römisch-deutschen Tradition – und die gleichzeitige Reaktivierung des uranisch-solaren Geistes in einer aristokratischen Reichsführung. Erst damit kann der semitisch-chasarische Usurpator aus dem Feld geschlagen werden. Wir haben die Juden weder zu verteufeln noch zu erlösen: wir haben ihre Macht zu brechen und sie an ihren Platz am unteren Ende der Tafel zu verweisen.

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Der Weg führt über einen gesamteuropäischen Befreiungskampf gegen die amerikanisch-zionistische Bevormundung und die afroasiatische Einwanderung schließlich zu einer europäischen Eidgenossenschaft innenpolitisch souveräner Nationen, in der dem Reich naturgemäß die Rolle des Primus inter pares zufallen wird. Ein außen- und verteidigungspolitisch geeintes Europa als Vormacht der Welt ist für uns eine absolute geostrategische Notwendigkeit.

In ihm herrsche wieder das ruhige imperiale Licht des Sol Invictus, des Unbesiegten Sonnengeistes.

Juli 2016

LITERATUR

(siehe Bernhard-Schaub.com)
Julius Evola: Heidnischer Imperialismus
Julius Evola: Grundrisse der faschistischen Rassenlehre
Julius Evola: Revolte gegen die moderne Welt
Walter F. Otto: Theophania – Der Geist der altgriechischen Religion
Manfred Clauß: Ein neuer Gott für die alte Welt – Die Geschichte des frühen Christentums
J. F. Fuller: Das Problem Europa
Bernhard Schaub: Der Staat der Deutschen
Bernhard Schaub: Die Europäische Aktion
Bernhard Schaub: Helios oder Pluto?
Bernhard Schaub: Sol Invictus

Veröffentlicht am Allgemein Standpunkt