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GRIECHENLAND GEHT ALLE AN

Griechenland steht vor Ruin und Chaos. Portugal und Spanien sind nicht viel besser dran. Island und Irland standen bereits am Abgrund, und vielleicht folgen demnächst Italien und Belgien. Der „Internationale Währungsfonds“ (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB) und Europas Nettozahlerländer, allen voran die Bundesrepublik Deutschland, werden zahlen, heißt es. Aber was und wer wird hier eigentlich bezahlt, und wer zahlt wirklich?

Die Zahlungen, angeordnet von der Brüsseler Räteregierung und der Sonderorganisation IWF, gehen an diejenigen globalisierten Banken und Finanzkonglomerate, welche griechische (oder portugiesische usw.) Schuldtitel besitzen, wofür die Zinsen nicht mehr bezahlt werden können. Betrügerischerweise wird dies als Hilfe an die notleidenden Staaten bezeichnet, deren Regierungen alles versucht haben, um dieser „Hilfe“ zu entgehen. Die betroffenen Staaten müssen ihre Goldreserven verkaufen, den Volksbesitz zu Schleuderpreisen privatisieren lassen (nach dem Schema DDR in den neunziger Jahren), ihr staatliches Sozialsystem ruinieren und die Löhne und Renten der Arbeitenden radikal senken. Das bedeutet natürlich, weiter an Kreditwürdigkeit zu verlieren, die Binnennachfrage zu erdrosseln und damit die eigene Volkswirtschaft schwer zu schädigen. Griechenland steht seit über einem Jahr unter Brüsseler Zwangsverwaltung und ist faktisch schon kein souveräner Staat mehr. Es hat die erste Phase der gezielten Vernichtung von Staat und Volkswirtschaft hinter sich.

Die Europäer, durch Medien und Regierungen desinformiert, wissen nicht, was wirklich vor sich geht und schauen diesem kafkaesken Prozess wie gelähmt zu, obwohl gerade sie für diese Politik, die sich gegen jede Souveränität von Staat und Volk richtet, zur Kasse gebeten werden. Die Hunderten von Milliarden, die den Gläubigern – sprich den Plünderern – Portugals oder Griechenlands in den Rachen geschoben werden, berappen die europäischen, vornehmlich die deutschen Steuerzahler.

Kein müder Heller fließt in Wirklichkeit nach Portugal oder Griechenland. Das Geld geht an die Banken. Wir sind Zeugen eines fortgesetzten Raubzuges der Banken gegen die Steuerzahler der EU-Mitgliedsländer. Das Geld wird einfach über ein paar Durchreichen transferiert. Die Banker der betrügerischen staatenlosen Finanzinstitute (mit Sitz oder Filialen in Frankfurt) gehen zur EZB (mit Sitz in Frankfurt) und lassen sich dort praktisch zinslose Kredite in Milliardenhöhe erfinden und auszahlen. Dann gehen diese Schwindler ein paar Schritte weiter ans Terminal und kaufen sich für das soeben erfundene Luftgeld Staatsanleihen (also Schuldtitel) von Staaten, die durch die internationalen Finanzgauner bereits schon organisiert zusammengeschossen worden sind. Da die Kreditwürdigkeit dieser Staaten schwer angeschlagen ist, verlangen die Banken natürlich hohe Zinsen, 10% und mehr. Dabei helfen ihnen ihre Tochtergesellschaften, die angeblich unabhängigen „Rating-Agenturen“, die das Land und den Wert seiner Staatsanleihen auf ihre Weise einstufen. Weil diese Einstufungen als verbindlich gelten, haben die scheinheiligen Bankinstitute keine Bedenken, gegenüber tief eingestuften Staaten die Zinsen für ihre Kredite nochmals zu erhöhen. Der Staat, der aber mit seinen dramatisch zurückgehenden Steuereinnahmen nicht in der Lage ist, diese Wucherzinsen zu bezahlen, sucht verzweifelt nach neuen Geldgebern, die dann logischerweise noch mehr Zinsen verlangen. Wenn es gar nicht mehr geht – und in Griechenland und Portugal geht es nicht mehr – dann zahlt eben der fleißige EU-Bürger. Natürlich ohne gefragt zu werden. Er wurde ja auch nicht gefragt, als er vor zwei Jahren mit seinem Spargroschen die ob ihrer Geldgier ins Schlingern geratenen Großbanken retten musste.

Was wir eben beschrieben haben, das ist das Wunder der Geldvermehrung, auch „Finanzchemie“ genannt. Im Schornstein dieser alchemistischen Werkstatt verschwindet seit Jahren (spätestens seit dem Lissabon-Vertrag) der bescheidene Wohlstand von Millionen Menschen. Der Schornstein liefert die Wärme für die Fußbodenheizung der Superreichen dieser Welt. Jeder weiß aber, dass dieses Feuer einmal ausgehen muss, weil kein Brennholz mehr da ist. Vor allem die Banken wissen das, und deswegen versuchen sie, in enger Abstimmung mit dem IWF in Washington und dem Brüsseler Apparat, vorher soviel wie möglich zu plündern, um anschließend das selbstvermehrte Luftgeld in echten Besitz zu verwandeln – Liegenschaften, Agrarland, Bodenschätze, funktionierende Betriebe der Realwirtschaft, Druckleitungen, Verkehrswege, Wasserversorgungen, Monopole, Patente, Lizenzen – und Gold. Das Gold von 60 Staaten ist bereits eingesammelt. Selbst die reiche Schweiz musste in den neunziger Jahren ihren Tribut in Gold bezahlen. Was nach dem Verständnis jener Nomaden, die die ganze Welt als Weidegebiet ansehen, „herrenlos“ ist – also das Volkseigentum bzw. der Staatsbesitz anderer Völker – das eignen sie sich an.

Wenn einmal nichts mehr da ist, kann auch nichts mehr geplündert werden. Nicht nur auf finanzieller, sondern auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ist dann alles weg. Die Staaten sind bankrott und handlungsunfähig. Hungersnot und Zivilkriege drohen oder werden Wirklichkeit. Wenn dann der Menschheit alles um die Ohren fliegt, werden die Plünderer plötzlich als Retter auftreten, mit UNO-Truppen und NATO-Söldnern die Volkserhebungen niederschlagen, mit Bomben und Raketen die „Zivilbevölkerungen schützen“ (wie in Libyen) und nach diesem endzeitlichen Armageddon schließlich die Stunde Null ausrufen, eine „Währungsreform“ starten, ein paar Sündenböcke benennen – und dann wird alles gut. Es wird für sie ein Leichtes sein, mit dem Raubgold eine seriöse Golddeckung zu suggerieren und für die neu aufzubauende Weltwirtschaft eine allgemeine „Chancengleichheit“ im besten sozialistischen Sinne zu propagieren, während sie selbst nun offen die Weltherrschaft ausüben. Die Europäische Union wird jetzt unverhohlen den Zweck erfüllen, für den sie gegründet wurde: eins unter mehreren Verwaltungsgebieten der Achse Tempelberg-Wallstreet-Pentagon zu bilden. –

Das sind die Perspektiven – gnadenlos, aber realistisch formuliert. So mancher Europäer ahnt oder weiß das. Aber er sitzt gelähmt wie das Kaninchen vor der Schlange und hat nicht den Mut, aufzustehen und dem Geldwurm den Kopf zu zertreten. Genau darum aber geht es. Deswegen hat sich die EUROPÄISCHE AKTION (EA) formiert, die der verräterischen EU die Idee einer Europäischen Eidgenossenschaft entgegenhält und in ihren 7 Zielen unter Punkt 6 folgendes festhält:

1.) Die Notenbanken sollen künftig nicht nur theoretisch, sondern tatsächlich von den Staatsorganen geleitet werden. 2.) Der Staat soll der privaten Zinsnahme den Rechtsschutz entziehen. 3.) Das Recht zum Betreiben von Geschäftsbanken sollen nur die anerkannten Körperschaften von Staat, Wirtschaft und Kultur haben.

Diese Grundsätze sind zur Gesundung der Welt ebenso notwendig wie es schwierig sein wird, sie durchzusetzen. Ohne eine weltweite Revolution gegen das herrschende System ist die Freiheit nicht zu haben. Die Einsichtigen und Tatkräftigen in Europa müssen sich in der EA zusammenschließen und das politische Gewicht erreichen, das ihnen eine Umgestaltung Europas im Sinne der 7 Ziele ermöglicht. Die Reihenfolge, die dabei einzuhalten ist, sollte klar sein: Erst muss die Einsicht in die politischen, historischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge geweckt werden. Dann folgt der organisierte politische Freiheitskampf. Erst jetzt kann eine gerechte Gesellschaftsordnung errichtet werden.

Veröffentlicht am Allgemein Standpunkt